Mit lokaler Direktlieferung die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen sichern

Betreiber von KWK-Anlagen blicken für das kommende Jahr steigenden Abgaben für ihren Eigenverbrauch entgegen. Wie Anfang Dezember aus Brüssel zu vernehmen war, kippt die EU-Kommission die Reduzierung der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch aus erdgasbetriebenen KWK-Anlagen. Die beihilferechtliche Genehmigung für den betroffenen Paragraphen 61b des EEG 2017 wird nach dem 31. Dezember 2017 nicht verlängert. Dadurch muss zukünftig auch für selbst verbrauchten Strom die volle EEG-Umlage gezahlt werden.

Für viele KWK-Anlagen, die bislang noch überschüssige Stromerzeugung ins öffentliche Netz einspeisen, gibt es aber eine Möglichkeit die Wirtschaftlichkeit zu sichern: Eine zusätzliche lokale Belieferung von anliegenden Verbrauchern innerhalb derselben Kundenanlage, also derselben Liegenschaft ohne Nutzung des öffentlichen Netzes (sog. Microgrids), stellt einen enormen Hebel zur Optimierung der Erlöse dar. Gleichzeitig profitieren die versorgten Verbraucher von niedrigeren Stromkosten durch Ersparnisse bei Netzentgelten und Stromsteuern.

Neben Industriebetrieben können so zum Beispiel auch Schulen, Krankenhäuser und Schwimmbäder drohende Verluste aus der EU-Entscheidung abwehren. Bisher müssen für eigenverbrauchten Strom lediglich 40 Prozent der EEG-Umlage an den Netzbetreiber abgeführt werden. Bis es zu einer Übereinkunft der Bundesregierung mit der EU-Kommission oder zu einer genehmigungsfähigen Neuregelung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) kommt, müssen KWK-Anlagenbetreiber ab dem 01. Januar 2018 die volle EEG-Umlage auf eigenverbrauchten Strom abführen. Für 2018 beträgt die Umlage 6,8 Cent pro Kilowattstunde. Von der Entscheidung seien bis zu 10.000 Betreiber betroffen, in Einzelfällen könne es dabei um Millionenbeträge gehen, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Vertreter der mittelständischen Wirtschaft.

Von der Neuregelung der EEG-Umlage ist auch ein Kunde von node.energy betroffen, der kurzfristig mithilfe der Webapplikation opti.node ein neues Nutzungskonzept für seinen Standort erarbeitet hat. Ein Erdgas-BHKW mit 80 kW elektrischer Leistung erzeugt dort jährlich 400 MWh, wovon 180 MWh selbst verbraucht werden. Durch die Neuregelung steigt die zu zahlende EEG-Umlage für den Eigenverbrauch ab dem 01.01.2018 um mehr als 7.000 € pro Jahr an. Innerhalb desselben Microgrids befindet sich jedoch noch ein weiterer Verbraucher, welcher nun ab dem 01.03.2018 mit 160 MWh KWK-Strom pro Jahr direkt beliefert werden soll. Die Einsparungen an Netzentgelten, Steuern und Umlagen durch diese Direktlieferung betragen etwa 10.000 €. Der Anlagenbetreiber kann so die erhöhten Belastungen durch das neue Nutzungskonzept vollständig ausgleichen und zusätzliche Einsparungen für den angebundenen Verbraucher im Microgrid erzielen – vollkommen ohne Investitionsmaßnahmen, durch eine reine bilanzielle Optimierung.

Einsparpotenzial durch Direktlieferung

Die gegenwärtige Situation zeigt einmal mehr wie unbeständig und undurchsichtig die rechtlichen Rahmenbedingungen für dezentrale Erzeugungsanlagen sind. node.energy bietet eine einfache und günstige Lösung, um bei den ständigen Veränderungen den Überblick zu behalten und mit minimalem Aufwand das eigene Versorgungskonzept anzupassen. Die Web-Anwendung opti.node erfasst die bestehenden oder geplanten Stromerzeuger in wenigen Schritten und ermittelt die optimalen Lieferbeziehungen an Verbraucher im Microgrid. Alle Werkzeuge, die zur Umsetzung und zum kaufmännischen Management des Microgrids erforderlich sind, stellt opti.node automatisch und passgenau zur Verfügung. Und: Ändern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen, werden Sie benachrichtigt, die Neuerungen werden in opti.node automatisch berücksichtigt und das Nutzungskonzept kann mit wenig Aufwand angepasst werden.

Haben Sie Fragen zum Thema Direktlieferung oder Interesse an einem Zugang zu opti.node? Wenden Sie sich gerne unverbindlich an uns!